...auch ein bewusster Umgang mit vorhandenen Gegenständen ist Umweltschutz.
Warum Liebgewonnes, Bewährtes entsorgen, wenn man es wieder aufmöbeln kann.
Bilder einer Verwandlung:
Dienstag, 24. Februar 2015
Mittwoch, 29. Oktober 2014
alle Bilder: Casa Natura http://www.casanatura24.de/
Natürlich
kreativ: Wand: Gestaltung
... mit Naturputzen
und – farben
Mit natürlichen
Materialien, wie Lehm und Kalk verputzte Wände sind nicht nur von
Haus aus wohngesund, nachhaltig und alles in Allem betrachtet
kostengünstig, man kann sie auch nach Lust und Laune gestalten. Die
Bandbreite ist riesig, lassen sich doch vom naturbraunen Lehm, der in
seiner Ursprünglichkeit eine naturverbundenen Geborgenheit
ausstrahlt, über kunterbunte Räume, wie Kinder sie lieben, bis hin
zu aufwändigen und sehr eleganten Wänden, gestaltet zum Bsp. Mit
Glattspachteltechniken, mit oder auch ohne Lasuren, annähernd alle
Wandwünsche erfüllen. Nach und nach werde ich Ihnen die
verschiedenen Materialien und Techniken vorstellen.
Teil 1: für
Einsteiger und Eilige: Streichputze und Wandfarben
Streichputze haben
je nach Körnung mehr oder weniger Struktur. Sie lassen sich schnell
und einfach an die Wand bringen und sind so auch für den
ambitionierten Heimwerker geeignet. Man nehme Bürste oder Walze und
schon geht’s los...nein, nein stopp, ganz so schnell geht es dann
doch nicht! Die Wand sollte in einem einwandfreien Zustand sein, alle
Macken und Risse müssen sauber verspachtelt und verschliffen werden.
Nicht ist unschöner als eine frisch streichgeputzte Wand, an der man
jede Spachtelmacke vom Abtapezieren sieht. Sorgfalt und Geduld bei
den Vorarbeiten lohnen sich aber auf jeden Fall! Ist die Wand soweit
vorbereitet wird sie grundiert um eine gleichmäßige Saugfähigkeit
und eine optimale Haftung auf dem Untergrund zu erhalten. Ist die
Grundierung trocken, kann es endlich los gehen.
Es gibt
Streichputze, die bereits fertig abgetönt sind, aber es gibt auch
Putze, die man sich selber mit Pigmenten abtönen kann. Der Putz wird
mit einer Bürste, z.B. im Kreuzschlag auf die Wand aufgetragen. Das
gibt eine lebhafte und natürliche Struktur, die gut zum Streichputz
passt. Wieviel „Schwung“ einem gefällt, muss man selber
ausprobieren. Wer es ruhiger mag, kann die Pinselstriche auch
parallel nebeneinander setzen. Natürlich kann man auch wie gewohnt
mit der Walze seine Bahnen ziehen.
Wandfarben sind in
der Handhabung noch einfacher, normalerweise benötigt man keinerlei
Grundierung. Auf das Spachteln und Schleifen der Unebenheiten kann
man aber auch hier nicht verzichten. Natürlich kann man auch einen
schon vorhandenen Putz überstreichen. Abtönfarben und Pigmente, je
nach Produkt bieten auch bei den Farben schier unendliche
Möglichkeiten.
Wer mag, kann bei
beiden, beim Streichputz und bei der Farbe, mit einer oder auch
mehreren farbigen Lasurschichten eine unaufdringliche, natürliche
Atmosphäre schaffen.
Viel Spaß beim
Ausprobieren!
Christine Wisse-Lemm
Mittwoch, 15. Oktober 2014
AURO präsentiert die neue Produktlinie „classic edition“
Tradition und Moderne vereint - Mit der neuen „AURO classic edition“-Linie zeigt der ökologische Farbenhersteller 14 ausgewählte Produkte, die in den Wurzeln des Unternehmens gründen: den pflanzlichen Grundstoffen. Ur-Stoffe, wie Leinöl, Carnaubawachs, Dammar- oder Drachenblutharz, aus denen die Farben, Imprägnierungen, Beizen oder Polituren entstehen. Die Meisterstücke zeigen sich sogar im neuen farbigen Etikettendesign auf der eigens erstellten Seite auro-classic-edition.de. Ein weiteres Highlight: Die Herkunftsgeschichten der eingesetzten pflanzlichen Rohstoffe. Mit der neuen Produktlinie gelingt dem bereits 30 Jahre bestehenden ökologischen Hersteller wieder einmal bestens die Balance zwischen dem konsequenten Einsatz pflanzlicher Grundstoffe und innovativer Produktentwicklung mit technisch hochwertiger Qualität.30 Jahre Tradition und Innovation: Die Produkte der AURO AG nutzen den enormen Reichtum an pflanzlichen Grundstoffen zur Farbherstellung, die alle vollständig biologisch abbaubar sind. Die Pflanzen lassen sich vielfältig nutzen. Aus Stängeln wird Zellulose gewonnen, aus Blättern Farbstoffe, Wachse und Blattoberflächen, Fette, Eiweiße aus Früchten und Duftstoffe genauso wie Harze aus Blüten. Die Produkte der „classic edition“-Linie betont die pflanzlichen Grundstoffe, die Wurzeln des Unternehmens.
„AURO classic edition“ aus natürlichen Ur-Stoffen
Ob Heimwerker oder Handwerker – die „AURO classic edition“-Produkte kommen rund ums Haus zum Einsatz. Farben, Beizen, Wachse oder Politur, die besonderen Grundstoffe verleihen der Produktlinie einen persönlichen Charakter.
„AURO classic edition“- Sortiment
Arvengeist-Möbelpolitur
Kokosseife
Bodenpflege
Pflanzenalkohol
Catechu-Beize
Wandlasur-Pflanzenfarbe Reseda-Gelb
Drachenblut-Beize
Wandlasur-Pflanzenfarbe Reseda-Krapp-Orange
Bodenpflanzenwachs
Wandlasur Pflanzenfarbe Indigo-Rotviolett
Schellack-Klarlack, glänzend
Wandlasur-Pflanzenfarbe Indigo-Blau
Schellack-Klarlack, samtmatt
Wandlasur-Pflanzenfarbe Cochenille
Standöl-Lack (drei Farbtöne)
Wandlasur-Pflanzenfarbe Blattgrün
Wandlasur-Pflanzenfarbe IPIAK-Rot
Wandlasur-Bindemittel
Wandlasur-Pflanzenfarbe Reseda-Krapp-Rot
Wandlasur-Wachs (sechs Farbtöne)
Imprägniergrund
Neue Website und neues Etikettendesign
Auf der neu erstellten auro-classic-edition.de Website werden alle Produkte sowie spannende Rohstoffgeschichten mit vielfältigen Step-by-Step-Bildern vorgestellt. Eine bunte Farbpalette, wie aus der Natur, zeigen die neuen Etiketten. Die Farbe der Etiketten spiegelt den jeweiligen Schlüsselrohstoff, der als Illustration dargestellt wird, wider. So präsentiert sich etwa der Standöl-Lack im lila Gewand, da der Originalrohstoff das Leinöl mit lila Blüten ist.
Eine ausführliche Auflistung des gesamten „AURO classic edition“-Produktsortiments sowie Preise und Händler finden Sie unter folgendem Link: www.auro-classic-edition.de
Wussten Sie schon…?
…dass Dammar ein Pflanzenharz von asiatischen Laubbäumen ist? Die Bäume wachsen vorwiegend auf den Sundainseln, als wichtigste Quelle gilt der Baum Shorea wiesneri, ein Ursprungsbaum des Meranti-Holzes. Das Besondere am Pflanzenharz Dammar ist sein Einsatz als natürliches Bindemittel. Ob bei der Herstellung von hellen, klaren Lacken oder Klebstoffen: Dammar ist vielseitig. Im AURO classic edition Imprägniergrund hat es die Aufgabe, die Bestandteile, wie zum Beispiel Leinöl, Orangenöl, Holzöl und Trockenstoffe zu verbinden. Das in dem flüssigen Öl enthaltene Lösungsmittel verflüchtigt sich während der Trocknung in die Luft und übrig bleibt eine Beschichtung, die fest mit dem Untergrund verbunden ist.
Text und Bilder von AURO AG
Mittwoch, 1. Oktober 2014
Dienstag, 30. September 2014
| Bilder: Casa Natura |
Natürlich
Leben ….fängt mit den Materialien an –
Bauen
und Renovieren - Teil 2: Kalk
Kalk
ist ebenso wie Lehm auf dem Vormarsch auf der Beliebtheitsskala der
biologischen Materialien für Neubau und Renovierung. Und das ganz zu
Recht. Fast vergessen und verschmäht, kommt er aufgrund seiner
unschlagbaren Eigenschaften in den letzten Jahren zu neuem Ruhm und
Glanz.
Hier
nun ein kleiner Abriss über Entstehung, Vorteile und Verwendung:
So
entsteht Sumpfkalk
Kalkstein
wird im Tagebau abgebaut und dann bei Temperaturen von über 900°C
gebrannt. Dabei entweichen Wasser und Kohlendioxid. Jetzt hat man
Calciumoxid bzw. den so genannten Branntkalk. Dieses Calciumoxid wird
mit Wasser gelöscht. Dadurch entsteht Calciumhydroxid. Das ist
Sumpfkalk. Er wird in speziellen Gruben gelagert und dadurch völlig
aufgeschlossen. Das erhöht die Qualität und ermöglicht es
Sumpfkalk als hochwertiges Bindemittel für Mörtel, Putze und Farben
zu verwenden.
Kalkputze
und -farben erhärten nach dem Auftragen durch die Aufnahme von CO²
aus der Luft. Das Wasser ist dabei der Katalysator. Diesen Vorgang
nennt man Carbonatisierung, die Rückverwandlung des Kalkhydrats in
Kalkstein. Je vollständiger das von statten geht, um so haltbarer
und abriebfester ist die spätere Kalkoberfläche.
Die Vorteile
Kalkputze
und -farben sind auf natürliche Art desinfizierend und fungizid,
lassen dem Schimmel also keine Chance. Kalk kann sehr viel
Feuchtigkeit aufnehmen, ähnlich dem Lehm. Die Feuchtigkeitsaufnahme
und vor allem die schnelle Abgabe verhindern eine erneute
Schimmelbildung. Ein ständiger Austausch zwischen der
Luftfeuchtigkeit Außen und der Luftfeuchtigkeit Innen sorgen für
ein ausgewogenes Raumklima. Reine Kalkprodukte trocknen bei richtiger
Verarbeitung langsam, weil Sie keine Hydraulischen Bindemittel, wie
z.B. Zement o.ä. Enthalten. Man spricht hier auch von Luftkalk. Der
langsame
Trockenvorgang ermöglicht eine sehr gute Carbonatisierung.
Verwendung
Kalkputze
ergeben bei richtiger Anwendung eine strapazierfähige Oberfläche,
deren Strapazierfähigkeit sich im Lauf der Zeit auch noch ständig
erhöht. Kalkoberflächen sind antistatisch und Schmutz und Staub
abweisend. Mit natürlichen Erdpigmenten lassen sich farbige
Oberflächen gestalten. Je nach Auftragsart entstehen lebendige,
lasierende, matte, raue, glatte oder glänzende Oberflächen.
Verschiedene Spachteltechniken erweitern das Gestaltungsspektrum.
Viele historische Gebäude unserer Breitengrade sind über
Jahrhunderte mit Kalk verputzt und getüncht worden. Traditionell
wurden auch Häuser die aus Lehm gebaut wurden an den Fassaden mit
Kalk verputzt und so geschützt. Die Kombination von Kalk und Lehm
ist also uralt und bewährt.
Kalk:
ist
ein natürlicher Baustoff ohne petro-chemische Zusätze
ist
ein echter Schimmelbekämpfer und -verhinderer
ist
das Material für natürliche leistungsfähige Wandflächen
gewährleistet einen
hohen Feuchtigkeitsaustausch
ist
schadstofffrei
ist
antistatisch
ist
strapazierfähig
ermöglicht eine moderne
Wandgestaltung mit ganz unterschiedlichen Oberflächen
ermöglicht eine große
Farbvielfalt
ist
lichtecht, UV-beständig
Mit
dem richtigen Grundwissen um das uralte Material und ein wenig
handwerklichen Geschick, kann auch der Laie seine Räume ganz nach
seinem Gusto mit Kalkprodukten gestalten und so etwas für sein
gesundes Wohnumfeld tun.
Christine
Wisse-Lemm, Die Wohnwerkstatt Kupferzell
Dienstag, 23. September 2014
Handwerkertag in Wackershofen - Lehmbau nach alter Tradition
das ist jetzt schon ein paar Tage her, aber das macht ja hoffentlich nichts :-)
das ist jetzt schon ein paar Tage her, aber das macht ja hoffentlich nichts :-)
| Nachwuchs bei der Arbeit |
| Das Grundgerüst |
Natürlich Leben ….fängt
mit den Materialien an –
Bauen und Renovieren -
Teil 1: Lehm
Unser Zuhause ist so etwas
wie unsere dritte Haut. Auch diese dritte Haut sollten wir pfleglich
behandeln und ihr den Stellenwert zukommen lassen, der ihr gebührt.
Zeitgemäßes Wohnen richtet sich nicht mehr nur nach aktuell
angesagtem Stil und kurzfristigen Modeerscheinungen, sondern
orientiert sich stark an Kriterien der Gesundheit, des Wohlbefindens
und der Qualität der verwendeten Materialien. Wohnen muss nachhaltig
und ganzheitlich gesehen werden, als Grundlage für Gesundheit, für
Wohlbefinden, als Refugium der Ruhe in einer immer hektischer
werdenden Welt, als Treffpunkt für Familie und Freunde und natürlich
auch als Wert an sich.
Ich möchte Ihnen nach und
nach verschiedene Materialien vorstellen, mit denen Sie Ihr Zuhause
gesund und einzigartig gestalten können. Schon dieser gestalterische
Vorgang tut gut!
Lehm
Lehm ist einer der
ältesten Baustoffe der Menschheit. Unverständlich warum er
überhaupt in Vergessenheit geraten konnte, erfährt er heute
aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften ein wohlverdientes
Comeback:
Durch Lehm entsteht ein
gesünderes Raumklima, er reguliert die Luftfeuchtigkeit, er nimmt
rasch Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie bei geringerer
Feuchtigkeit im Raum langsam wieder ab. Eine konstante und
wünschenswerte Luftfeuchtigkeit von rund 50 % ist durch Lehm winters
wie sommers erreichbar.
Fazit: weniger Feinstaub,
Schimmel ist kein Thema, Austrocknen der Schleimhäute gehört der
Vergangenheit an und Hautprobleme verabschieden sich auf wunderbare
Weise. Dafür bin ich selbst bestes Beispiel: seit ich in unserem
Haus, in dem viel Lehm in Form von Lehmsteinen und Lehmputz, in
Kombination mit Holz, verbaut ist, wohne, bin ich nach und nach meine
allwinterliche Nebenhöhlenentzündungen und meine massiven
Hautprobleme (Trockenhautekzem) losgeworden (allerdings war da auch
unser Grundofen nicht ganz unbeteiligt, das wird vielleicht ein Thema
für einen späteren Beitrag).
Nun wieder zum Lehm: Er
absorbiert durch seine Tonmineralien Gerüche und bindet Schadstoffe.
Diese reinigende Eigenschaft macht man sich auch in der
Naturheilkunde - und -kosmetik und der Abwasserreinigung zunutze,.
Lehm speichert Wärme und
sorgt so auch durch Strahlungswärme für ein verbessertes Raumklima.
Lehm ist der Liebling der
Altbau- und besonders der Fachwerkhaussanierer. Lehm schützt
Fachwerk oder allgemein Holz, indem er Feuchtigkeit aufnimmt und vom
Holz fernhält und in „trockeneren“ Zeiten wieder abgibt. Dadurch
wird sowohl Schädlingsbefall, als auch das Verrotten des Holzes
vermieden.
Aber auch im modernen
Innenausbau und Trockenbau ist der Tausendsassa Lehm mittlerweile
angekommen: es gibt Lehmplatten, Lehmelemente mit denen problemlos
Vorsatzschalen, Innenbeplankungen und Decken- und Dachverkleidungen
realisiert werden können. Lehm ist ein idealer Baustoff für den
Innenbereich, Lehmputze können auf die meisten Untergründe als Putz
aufgetragen werden und sind die Basis für fast Alles:
Silikatfarben, Lehmfarben und -feinputze, oder dienen sogar als Grund
für Wandbeläge und Tapeten. Moderne Lehmprodukte sind einfach in
der Handhabung und können auch vom ambitionierten Laien verarbeitet
werden.
Die Verwendung von Lehm
und anderen natürlichen und wohngesunden Materialien wertet Ihre
Immobilie nachhaltig auf. Und Sie brauchen ganz bestimmt nicht auf
modernes Wohnen verzichten.
Und noch etwas, das
positiv zu Buche schlägt:
Lehm benötigt kaum
Energie zur Herstellung und ist in fast unbegrenzter Menge vorhanden.
Wird er nicht mehr gebraucht, lässt er sich wieder in den
natürlichen Kreislauf einfügen. Lehm wird fest durch die
Verdunstung von Wasser, nicht durch chemische Reaktionen!
Christine
Wisse-Lemm, Die Wohnwerkstatt Kupferzell
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